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SeLe - Sensoren für eine verbesserte Lebensqualität

Ohne Nahrung können Menschen im Extremfall mehrere Monate überleben. Nichts zu trinken kann sich hingegen schon nach wenigen Stunden negativ auswirken und wird spätestens nach wenigen Tagen kritisch. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt  „SeLe – Sensoren für verbesserte Lebensqualität“ wurde daher das Ziel verfolgt, ein Sensorsystem zu entwickeln, das eine Überwachung des Wasserhaushaltes im Körper ermöglicht. Die Innovationsmanufaktur übernimmt in diesem Projekt besonders die Zielgruppen- und Umfeldanalyse sowie die Feldtests im Bereich Sport und Lifestyle.

Der Mensch besteht zu etwa 60% aus Wasser und benötigt Wasser zum Transport von Nährstoffen, für die Beseitigung von harnpflichtigen Substanzen und Giftstoffen und für sämtliche andere Prozesse, die im Körper stattfinden. Jeden Tag verliert der Körper Wasser über die Nieren, den Darm, die Haut und durch die Atmung. Es ist daher lebensnotwendig, dass diese Verluste durch die adäquate Zufuhr von Flüssigkeit über Nahrung und Trinken ausgeglichen werden. Dafür sorgt in der Regel das Durstgefühl, welches uns zuverlässig mitteilt, wann und wie viel wir zu trinken haben. SeLe soll besonders Pflegebedürftigen zu Gute kommen, da gesunde Erwachsene Flüssigkeitsverlust meist besser aushalten als Säuglinge und Kleinkinder, Kranke und Senioren. Dehydrierung ist neben Unterernährung und Lungenentzündung eine der häufigsten Todesursachen demenzkranker Menschen, weil es im Alter zu einem abgeschwächten Durstgefühl oder zu Schluckbeschwerden kommen kann, so dass in schweren Fällen der Körper eines älteren Menschen 10 bis 15 Prozent weniger Wasser enthalten kann. Es besteht die Gefahr, dass ein Teufelskreis entsteht: Die Dehydratation führt zu einer körperlichen Schwäche, die wiederum die Fähigkeit der älteren Menschen zur eigenständigen Flüssigkeitsaufnahme einschränken kann.

Aber auch andere Zielgruppen können profitieren: Büroarbeiter, die ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr müde und weniger leistungsfähig werden, oder Sportler, Wanderer, Outdooraktivisten, die eine ideale Trainingsauslastung oder körperliche Höchstleistung ohne Dehydrierungsrisiko erreichen wollen. Bei Leistungssportlern zum Beispiel liegt die optimale Dehydrierung je nach Sportart zwischen 0% (Basketballspieler) und 5% (Läufer). Die weitreichenden Folgen einer anhaltenden Dehydratation sind unter anderem Mundtrockenheit, Leistungsminderung, Verwirrtheitszustände, Schwindel und Kreislaufversagen.

Der Projektkoordinator für das Projekt SeLe ist die Infineon Technologies AG, weitere Partner neben der Innovationsmanufaktur sind die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Senetics Healthcare Group GmbH & Co. KG, MediSana AG, Wearable Technologies AG, Wilhelm Löhe Hochschule und das Klinikum Region Hannover GmbH sowie die Ortema GmbH als assoziierter Partner.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektes, oder direkt bei Martin Strehler

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