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PrävenThese

Skirennfahrer leben gefährlich, das Verletzungsrisiko fährt immer mit. Besonders anfällig sind die Rennläufer für Knieverletzungen, das zeigen nicht nur die Verletzungsstatistiken der letzten Jahre, sondern auch prominente Fälle wie zum Beispiel der Kreuzbandriss von Lindsey Vonn. Das Knie ist nicht nur der am häufigsten verletzte Körperteil der Athleten, es dauert auch mit am längsten zum Heilen, führt also zu langen Ausfallzeiten und oft sogar zum Karriereende, wie zum Beispiel 2005 bei Hilde Gerg.

Obwohl das Risiko bekannt ist, lehnen die meisten Athleten präventive Knieorthesen ab. Herkömmliche Orthesen sind den Athleten zu voluminös. Die Gurte, mit denen sie am Bein befestigt werden, schränken zudem subjektiv die Bewegungsfreiheit – und damit die Leistung – der Athleten ein.

Vor diesem Hintergrund hat die Innovationsmanufaktur zusammen mit dem Deutschen Skiverband und dem Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel eine neuartige Knieorthese entwickelt. Die Projektgruppe, gefördert durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft, bestand außerdem aus Wissenschaftlern und Medizinern der Technischen Universität München, Experten des Olympiastützpunkts Bayern, Fertigungsexperten der phoenix GmbH & Co.KG sowie erfahrenen Orthopädie-Technikern der ORTEMA GmbH.

Die PrävenThese (präventive Knieorthese) bietet durch ihre individuelle 3D-Anpassung und eine optimierte Art der Anbindung und Fixierung am Bein nicht nur maximalem Schutz, sondern auch absolute Bewegungsfreiheit und hervorragenden Tragekomfort. Ein neues Konzept, das bei den Rennläufern hohen Zuspruch findet und bereits durch erste Erfolge auf der Rennstrecke bestätigt wurde: Fabienne Suter fuhr bei der Olympiaabfahrt der Damen mit PrävenThese auf den 5. und beim Super-G auf den 7. Platz. Stefan Luitz, der schon beim Weltcup-Riesenslalom in Val d’Isere – nur zehn Monate nach seinem Kreuzbandriss – mit PrävenThese auf den 3. Platz gefahren war, lag beim Riesenslalom der Herren bis zu seinem ärgerlichen Einfädler beim letzten Tor auf Medaillenkurs und wird auch beim Slalom der Herren am 22. Februar mit der PrävenThese starten.

Revolutionäre 3-Schichten-Technologie

Herkömmliche Orthesen sind entweder hart – dann nehmen sie zwar viele Kräfte auf, schränken aber auch die Bewegungsfreiheit messbar ein – oder weich, dann sitzen sie zwar angenehm, können aber kaum Kräfte aufnehmen. Zudem sitzen besonders die Hartrahmenorthesen oft nicht optimal und verrutschen.

Die PrävenThese dagegen arbeitet mit einem revolutionären Schichtprinzip: Die unterste Ebene direkt am Bein ist eine Kompressionshose, die sowohl propriozeptiv wirkt als auch schon eine erste Unterstützung des Knies bietet, aber hauptsächlich für einen optimalen Sitz der Orthese sorgt. Die Kompressionshose ist an definierten Stellen mit Silikon beschichtet und mindert so die Relativbewegung zwischen Bein und Orthese.

Die zweite Ebene besteht aus zwei Carbonschalen, die zur Anbindung der dritten Ebene dienen und auch schon etwas größere Kräfte aufnehmen können. Zur Gestaltung dieser Schalen werden die Beine jedes einzelnen Athleten mehrmals mittels 3D-Oberflächenscans gescannt: sowohl in Ruheposition als auch in verschiedenen skitypischen Beugungswinkeln. Daraus wird errechnet, wo während der Bewegung keine Muskelvolumenveränderung stattfindet, wo also der ideale Ort für die Anbindung der Orthese am Bein ist.

Die dritte, härteste Ebene besteht aus einem zweiteiligen Carbonrahmen, der über zwei Gelenke verbunden ist, der das Knie direkt umschließt. Diese Ebene dient der Aufnahme von hohen Kräften, also dem Schutz des Knies, lässt aber gleichzeitig Kniebewegungen zu. Die drei Ebenen werden also von innen nach außen immer härter und können damit immer mehr Kräfte aufnehmen. Durch das Zusammenspiel wird das Knie optimal geschützt, während die Athleten gleichzeitig in ihrer Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden.

Nach mehr als zwei Jahren Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist der Grundstein für eine (r)evolutionäre Technologie gelegt, die ab sofort verfügbar ist. Mit der ORTEMA konnte ein starker und erfahrener Partner für Produktion und Vertrieb gewonnen werden, der jahrelange Erfahrung im der Versorgung von Sportlern mit Knieverletzungen hat.

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