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Der Innovation Hub Spitzensport

Freitag, 14. Dezember 2018

Der deutsche Spitzensport ist traditionell in großer Breite erfolgreich. Grund dafür ist nicht zuletzt ein hervorragendes Unterstützungssystem; mit renommierten Institutionen und hoch kompetenten Akteuren. Doch in der zunehmenden Dynamik weltweiter Veränderungsprozesse und einer immer größeren Vielfalt des Wettbewerbs reichen Renommee und Kompetenz alleine für die Weltspitze nicht mehr aus. Das gilt für den Spitzensport, das gilt aber auch für die Automobilindustrie, für die Politik und für das Dichten, Denken und Gründen.

Hier setzt der Innovation Hub Spitzensport an, die von der Innovationsmanufaktur zusammen mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft, den Wissenschaftskoordinatoren der deutschen Spitzensportverbände und renommierten Sportlern gegründete Antwort auf diese Herausforderungen. Aufgabe des Innovation Hubs ist es, vorhandene Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln und fallweise neue zu erschließen, um Entstehung, Realisierung und Erfolg von Innovationen zu fördern. Das bedeutet Tuning an Projekten, Prozessen und Organisation, aber auch an der nötigen Kultur und dem Mut für Veränderung.

Konkret arbeitet der Innovation Hub daher an zunächst vier Bausteinen:

  • Organisation neuartiger Events für neue Impulse und Lösungsansätze, aktuell die kreative Erschließung neuer Synergiepotenziale, die Nutzung der Potenziale der Digitalisierung und neue Impulse zur Vorbereitung von Mensch und Material auf potenziell extrem schwül-heiße (Olympische Spiele in Tokyo 2020) und trocken-kalte (Peking 2022) Rahmenbedingungen
  • Suche nach neuen Ressourcen, zum Beispiel, indem deutsche Unternehmen in Japan mit neuen Ideen zur Unterstützung von Team Deutschland bewegt werden
  • Unterstützung von Innovationsprojekten in Verbänden
  • Optimierung des Zusammenspiels mit wiss-netz.de, die Netzwerkplattform des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, die auf dem von der Innovationsmanufaktur mitgegründeten WISS-Netzwerk hervor ging.

Aktuell besteht das Kernteam des Innovation Hub aus Vertretern des DOSB, des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften IAT und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft BISP, ebenso wie aus renommierten Sportlern: Julian von Schleinitz, bis vor wenigen Monaten Weltcuprodler und einer der Technikgenies des Schlittensports, und Kathrin Klaas, dreifache Olympiateilnehmerin beim Hammerwurf. So wird nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch eine maximal große Lebensnähe und Anwendbarkeit der angestoßenen Projekte und Innovationen garantiert.

Der Innovation Hub hat auch für die Wirtschaft vielfältige Nutzungspotenziale. Eines davon liegt in der Möglichkeit einer direkten Beteiligung an herausfordernden Projekten mit hohem Einsatz und Imagewert. Volker Junior, Geschäftsführer des Münchener Ingenieurbüros phoenix, formuliert das wie folgt: „Spitzensportler brauchen immer sofort eine Lösung. Das erzwingt einen starken Fokus im Projekt und fördert die Bereitschaft zur Innovation.“ Zudem sei das große Interesse an den Sportlern und ihrem Material eine gute Möglichkeit zur wirksamen Öffentlichkeitsarbeit. „In den Projekten des Innovation Hub können wir unsere Potenziale zeigen, was uns in unter Geheimhaltung stehenden Industrieprojekten nicht möglich ist.“

Von noch größerer Bedeutung könnte die gemeinsame Definition von Zukunftsprojekten zwischen Spitzensport und Unternehmen sein. Aktuell arbeiten der DFB und die BASF an einem viel versprechenden Projekt. Frühere Beispiele sind Synergien von Osram und dem Deutschen Skiverband zum Umgang mit Zeitverschiebung und ein Verbund mit Forschungs- und Industriepartnern, unter anderem uvex, adidas, Ortema und BMW, zu bionischen Prinzipien in der Sicherheitsausrüstung.

Vielleicht ist sogar das grundlegende Organisationsprinzip des Innovation Hub im Verbund mit Innovationsnetzwerken für die deutsche Wirtschaft sinnvoll: Zukunftsthemen wie nachhaltige Mobilität, Gesundheitsprävention und urbane Lebensqualität könnten durch einen solchen Ansatz ebenfalls erheblich in Qualität und Effizienz von Innovationsanstrengungen profitieren.

Beim Innovation Hub Spitzensport kann jeder und jede Interessierte mitmachen, abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten:

Wenn Sie sich erst einmal umschauen möchten, können Sie sich auf wiss-netz.de einen Account erstellen und einfach mitdiskutieren, oder bei Projekten einsteigen. Außerdem hat der Hub einen eigenen Twitter-Account: https://twitter.com/Innovation4Gold

Wenn Sie schon Feuer und Flamme sind, ein Unternehmen, einen Verein, eine Institution, … vertreten oder ein Spitzensportler sind, dann wenden Sie sich am besten direkt an Fozzy (efm@we dont want spaminnovationsmanufaktur.com), um Innovationspartner zu werden.

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