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SCHON GEHÖRT?

Mobilitätsforschung in der Innovationsmanufaktur

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Seit einigen Wochen wird das Team der Innovationsmanufaktur von gleich drei neuen, aber nicht unbekannten, Gesichtern ergänzt. Während sich Sven Kesselring und Fozzy bereits seit geraumer Zeit kennen, lernen Katrin Roller und Gerlinde Vogl die Innovationsmanufaktur und wir sie soeben kennen. In einem kurzen Interview erfahren Sie mehr über die neuen Projekte die mit eingezogen sind und über die Perspektiven der Innovationsmanufaktur als einen Ort, an dem neben der Innovationsarbeit nun auch die Forschung ihren Platz hat.

 


Sven, im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt "Rekonzil" haben du und Fozzy Ende der 90er-Jahre bereits eng zusammengearbeitet. Jetzt bist du und seid ihr Teil der Innovationsmanufaktur und verstärkt den Mobilitätsbereich durch eure Forschungsprojekte. Wie ist es hier bei uns und mit uns zu arbeiten?
Der Schritt von der Uni in die Manufaktur war kein allzu großer – zumal zwischen der TU München und dem Team der Innovationsmanufaktur immer schon eine sehr enge Kooperationsbeziehung im Mobilitätsbereich bestanden hat. Ich denke dabei u.a. an das 2003 beendete Münchner Leitprojekt "MOBINET" oder "Wayflow" im Rhein-Main-Gebiet, zu dem Fozzy, Gerlinde und ich damals eine Begleitforschung gemacht haben. Dabei haben wir vor allem über Methoden nachgedacht, wie man zukunftsorientierte und nachhaltige Lösungsansätze für das wachsende Verkehrsaufkommen in Städten entwickelt. Einiges von dem, was wir damals angedacht haben, hat die Innovationsmanufaktur inzwischen weiterentwickelt und verbessert.
Wichtig ist für uns natürlich auch, dass wir in der Innovationsmanufaktur auf Leute treffen, mit denen wir gerne arbeiten und die unsere Ideen teilen. Ich denke, dass in einem so interdisziplinären Umfeld innovative Mobilitäts-Projekte entstehen können, denn gerade im methodischen Bereich treffen wir hier auf Kompetenzen, die man an der Uni so nicht einfach findet. Ich denke da zum Beispiel an die Zusammenarbeit mit Matthias, aus dessen Hand das Design hier im Haus stammt – es ist toll dass auf so kurzen Wegen Inhalt und Form in einem kreativen Prozess zueinanderfinden.

Was sind denn die Projekte, an denen du bzw. ihr aktuell arbeitet?
Derzeit arbeiten wir zum Beispiel an einem von der Hans Böckler Stiftung beauftragten Forschungsprojekt mit dem Titel „Räumliche Mobilität – rund um die Arbeit“ und analysieren die vielfältigen Mobilitätsanforderungen im betrieblichen Kontext, mit denen sich Beschäftigte heute zunehmend auseinandersetzen müssen. Die Studie konzentriert sich auf Unternehmen und Beschäftigte im Raum München und verfolgt das Ziel, Mobilitätsverhalten von der Perspektive der Arbeitnehmer und damit der Nutzer im Verkehr zu betrachten.
Eine weitere zentrale Rolle spielt das Thema nachhaltige Mobilität. In diesem Zusammenhang betreue ich auch das Promotionskolleg „mobil.LAB“, welches ich noch in meiner Zeit an der TU mit den Kollegen vom Institut für Verkehrswesen beantragt habe. 

Was sind aus deiner Sicht die Perspektiven?
Ziel unserer Arbeit ist es ganz klar, Grundlagenforschung mit angewandter Forschung und mit Praxisprojekten zu verbinden. Der Weg zwischen Wissenschaft und Praxis soll so besser entwickelt werden und wir suchen dazu den Dialog mit Industrie, Politik, Verwaltung und den Verbänden und NGOs. So können neue Mobilitätskonzepte und innovative Formen von Mobilitätspolitik und -technologien entstehen. Die Innovationsmanufaktur ist dafür genau der richtige Ort.

Informationen zu Prof. Dr. Sven Kesselring, Dr. Gerlinde Vogl und Dipl.Soz. Katrin Roller finden Sie auch hier.

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