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SCHON GEHÖRT?

Fozzy LIVE aus Lima - Teil 2

Freitag, 26. April 2013

Gestern Abend haben die Peruaner dann aufgedreht. Pisco Sour satt, auch in einer coolen Majacuja-Variante, Schampus, Live-Musik, professionelle Akrobatik-Acts... Und dabei findet man auch schnell heraus, wer "die Guten" sind in dem IOC und Sports for All Geschäft, und wer die Karrieristen. Willi Lemke ist sicher ein guter, seine Ehrlichkeit und sein Enthusiasmus, nicht nur am Glas, auch die Wucht seines leidenschaftlichen Vortrags heute. Auf solche Leute können wir tatsächlich stolz sein (ich denke manchmal immer noch dran, dass ja auch ein Westerwelle noch als Vertreter Deutschlands unterwegs sein muss...). Und natürlich ist Walther Tröger zu nennen, der uns ja den Floh mit der Verbindung von Mobility for All, Health for All und Sport for All ins Ohr gesetzt hatte. Er hat wirklich ein Herz für Innovatoren, weit jenseits des "Ach ja, ist ja sehr interessant..."

Heute präsentiert sich alles etwas aufgelockerter. Die Schlipse fallen, das Du nimmt zu. Und die Frage steht im Raum: Wie reden wir weniger, und machen mehr? So richtig prickelnd sind die Antworten noch nicht. Als ich die Frage in den Raum stellte, wie man denn Big Business, sogar Banken, dazu bringen könnte, die Sport for All Bewegung zu unterstützen, kam nicht wirklich Erhellendes. Die Idee von Sue war sicher gut, ein Prozent des Sportmarketing-Sponsorings müsste in Sport for All Aktivitäten gehen. Ja, mit so "wenig" könnte man viel bewegen. Absurd eigentlich: Hier das sich immer frecher bereichernde Finanzgesindel, dort die händeringende Suche nach Volunteers, um zum Beispiel Kindern, die in Nairobi auf der Müllhalde wohnen, durch Sport wieder einen positiven Zugang zum Leben zu geben. Ist es denn zu viel verlangt, auch von denen, die das zum großen Teil mit verursacht haben, eine verantwortliche Mitwirkung an einer Verbesserung dieser Zustände einzufordern? 

Ja, und was können Innovatoren da leisten? Viel, aber das passt, wie oft, nicht wirklich in Programme und Finanzierungsmodelle. Noch nicht. Kulturell anpassbare Sportstätten auf Minimalbasis entwickeln, mit klaren sozialen und bildungsbezogenen Zielsetzungen als Ergebnis des Auslebens von Bewegungsfreude. Nicht: Badminton ist gut, und ich bin im Badmintonverband, deshalb verbreite ich das weltweit. Auch wenn diese Initiative (kein zufälliges Beispiel) sicher lohnenswert ist. Aber es wird genommen, was es gibt, nicht, was vielleicht optimal wäre.

Zu guter Letzt: Die Kontakte und Möglichkeiten nehmen doch deutlich zu. Es ist sicher zum Beispiiel sinnvoll, die beiden Welten des Sports for All und der Sportartikelindustrie mal auf der ISPO aufeinanderprallen zu lassen. Da gibt es ungeheuer viel an Gestaltungs- und Projektpotenzial. Und vieles mehr. Ich bin gespannt,  was sich davon alles realisieren lassen wird.

Heute soll es original peruanische Spezialitäten vom Feinsten geben. Hmmm.... Muss los :-)

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